Klippentour über den Hohnekamm

Vom Bahnhof Drei Annen Hohne geht man zurück bis zum Parkplatz und dann links den Oberen Hohneweg hinauf. Dieser biegt nach etwa 500 Metern über eine Brücke des Wormkegrabens, eines künstlich angelegten Grabens aus dem frühen Mittelalter, nach rechts. Man bleibt auf diesem Weg. Hinter dem Hohnehof zweigt links der ausgeschilderte Kirchstieg ab. Ihm folgt man ein Stück, bis rechts der durch den Nationalpark ausgeschilderte Von-Eichendorff-Stieg beginnt. Über diesen gelangt man auf den Glashüttenweg. Diesem folgt man links bis man rechts die Fortsetzung des Von-Eichendorff-Stieges erreicht. Über diesen steil aufwärts, der Ausschilderung folgend, gelangt man auf den Hohnekamm. Die erste Klippe ist die Bärenklippe, 850 Meter über NN. Während alle anderen Klippen des Hohnemassivs aus Granit bestehen, ist die Bärenklippe eine Formation aus Tonschiefer. Eine der markantesten Klippen auf diesem Bergzug, der eine Fortsetzung des Brockenmassivs im Nordwesten bei der Hölle am Renneckenberg bildet, ist die Leistenklippe mit einer Höhe von 901 Metern. Sie wurde im Jahre 1898, also zwölf Jahre nach Gründung des Harzklubs, mit eisernen Leitern versehen.

Der Wanderer hat hier die Wahl. Er kann dem Pfad auf dem Hohnekamm weiter folgen. An der Grenzklippe (mit 908 Metern die höchstgelegene der Hohneklippen) vorbei steigt man etwa 800 Meter nach unten und muß dann rechts einen unscheinbaren, sehr schmalen Pfad suchen, der zwar nicht am Anfang, aber in seinem weiteren Verlauf mit Holzschildern (Symbol: grüne Eule) gekennzeichnet ist. Dieser Pfad führt zur Landmannsklippe, der letzten der Hohneklippen, mit einer Höhe von 805 Metern. Diese Klippe kann man besteigen und sich im Gipfelbuch verewigen. Der Abstieg erfolgt über den ausgeschilderten Treppenstieg zum Oberen Hohneweg. Nach links geht es etwa einen Kilometer bis Hanneckenbruch und von hier aus 500 Meter zum Gasthaus „Steinerne Renne“.

Eine andere Möglichkeit ergibt sich durch den Abstieg über den Beerenstieg gleich neben der Leistenklippe. Er ist durch den roten Punkt auf weißem Grund gekennzeichnet. Man gelangt ebenfalls auf den Oberen Hohneweg (auch als Eschwegestraße bezeichnet). Hier kann man 500 Meter nach rechts gehen und dann links an den Hohnsteinklippen, dem Karlshaus und dem Ottofelsen vorbei gelangt man auf den Hasselfelder Weg. Dieser Weg führt links zur Steinernen Renne. Oder man geht genau gegenüber den nicht ausgeschilderten Waldpfad am Gebohrten Stein vorbei zur Steinernen Renne.

Herbert Riemeier